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In der Regel wird ein Klangereignis in erster Linie von einem günstig plazierten zentralen Mikrofon aufgezeichnet, dem Hauptmikrofon. Dieses sollte bereits den Großteil der endgültigen Mischung einfangen, im Idealfall ist es das einzige Mikrofon.
Gemäß der physiologischen und psychologischen Eigenschaften des Gehörs, das räumliche Abbildung vorrangig über Pegeldifferenzen und Zeitunterschiede zwischen linkem und rechten Ohr auswertet, gibt es drei Grundprinzipien der Hauptmikrofontechnik:
Die Richtungsabbildung des Klangkörpers auf der Stereobasis hängt vor allem von den erzeugten Pegel- und Laufzeitdifferenzen ab. Man definiert den "Aufnahmewinkel" als den Winkel vom Mikrofon aus gesehen, der eine Ortung über die ganze Lautsprecherbasis erzeugt. Bei der AB-Sterefonie ergibt sich aus den Laufzeitdifferenzen z.B. die abgebildete Kurve in Abhängigkeit des Mikrofonabstands. Da bei der XY-Stereophonie immer nur Pegeldifferenzen wirksam sind, lassen sich zum Beispiel die resultierenden Richtcharakteristiken eines MS-Koinzidenzmikrofons mittels einer Matrix in ein XY-Signal überführen.
Genauere Information und das Berechnungsprogramm "Image Assistant" findet sich in Internet unter
www.hauptmikrofon.de. Für die Mac-User gibt es das anschauliche Hilfsprogramm SR-Angle (
Download). Bei aller Rechenwut darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass die Richtwirkung realer Mikrofone frequenzabhängig ist.
Im Vergleich wurden nun einige Verfahren ausgewählt und gegeneinandergestellt:
| XY | Intensitätsstereophonie | zwei Nieren mit einem Öffnungswinkel von 135° |
| Blumlein | " | zwei Achten mit einem Öffnungswinkel von 90° |
| MS | " | Mono - Kapsel = Kugel, Seiten - Kapsel = Acht |
| AB | Laufzeitstereophonie | mit 50 cm, 70 cm und 100 cm Mikrofonabstand |
| ORTF | Äquivalenzstereophonie | 17 cm bei 110°, Aufnahmewinkel 96° Pegeldifferenz = 8,2 dB (60%), Laufzeitdifferenz = 0,368 ms (40%) |
| NOS | " | 30 cm bei 90°, Aufnahmewinkel 81° Pegeldifferenz = 5,42 dB (42%), Laufzeitdifferenz = 0,573 ms (58%) |
(sa)
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